Die Kunst der Fliegenfischerei auf Forellen und Äschen

"Die Kunst der Fliegenfischerei" - Kapitel 3

Die Kenntnis der Fliegenfischerei in Deutschland stammt, in Vergleich zu anderen Ländern, aus der neueren Zeit. Als ich im Jahre 1835 zum ersten Mal Deutschland besuchte, wusste man nichts davon; nicht nur Fischer oder Bauern, selbst gebildete Leute haben die Erscheinung eines Engländers, der den Fluss mit einer langen Leine peitschte, mit unverhehltem Staunen an, und selbst sein Erfolg überzeugte sie nicht, dass sie es nicht mit einem Überspannten zu tun hätten. Niemand wollte glauben, dass das Ganze auf Nachahmung der Natur und eigene Geschicklichkeit beruhte, sie waren alle der Meinung, dass wenn man einen Fisch fing, es entweder durch Zufall oder durch Anwendung einer mysteriösen Salbe als Lockspeise gelungen sei.

"Die Angelrute, Angelleine, Wurfschnur, Rolle und andere Gerätschaften zum Fliegenfischen" - Kapitel 4

Eine gute Angelruhe, die der Kraft und dem Arm der sie brauchenden Person angepasst ist, ist zur Bequemlichkeit und für den Erfolg des Fliegenfischers durchaus notwendig. Sie will wie ein gutes Gewehr sehr in Ehren und in Ordnung gehalten sein. Gewöhnlich ist man im Besitz mehrer Angeln, unter denen eine stets den bevorzugten Rang einnimmt. Wie der Bogen der Bogenschützen, muss die Angel des Fischers der Kraft und Gestalt des sie brauchenden angepasst sein. Ein großer starker Mann kann eine Angel von 4 Meter Länge regieren, kleineren weniger kräftigen Gestalten sind sie von 3 – 3 ½ Metern mehr zu empfehlen, da die längeren den Arm unnötig ermüden…………

Bild und Text John Horrocks: "Die Kunst der Fliegenfischerei auf Forellen und Äschen in Deutschland und Österreich"