Brutboxenprojekt 2021

Wir sind umgezogen! Nachdem wir unsere Brutbox im vergangenen Jahr im Hauptbach installiert hatten, sind wir heuer mit freundlicher Genehmigung der Bewirtschafter und Verpächter der kleinen Konstanzer Ach in den parallel zum Hauptbach verlaufenden Zubringerbach umgezogen. Die Box war im Hauptbach aufgrund von Starkregen-Ereignissen und Tauwetter-Perioden im Frühjahr 2020 gehörigen Strapazen ausgesetzt. Starker Sedimenttransport und hoher Strömungsdruck haben zu nicht unerheblichen Ausfällen geführt. Die Schlupfrate lag am Ende bei bescheidenen 61%. Die kleine Konstanzer hat bei viel Regen zwar auch einen höheren Wasserstand, allerdings transportiert sie nicht so viel Sediment und Gehölz, auch schiebt sie bei weitem nicht so durch. Noch ein positiver Nebeneffekt ist, dass die kleine Konstanzer um ca. 1,5°C wärmer als der Hauptbach ist, was sich positiv auf die Reifedauer der Eier auswirken dürfte. Neu ist in diesem Jahr auch, dass wir die Stückzahl der Eier erhöht haben. Wir erbrüten nun 30.000 Bachforellen-Eier in 2 schwimmenden Boxen. Am 13.02.2021 war es soweit, unsere beiden Gewässerwarte haben die Eier in der Fischzuchtanstalt geholt und in die Boxen eingebracht. Nun hoffen wir, dass alles gut läuft und wir keine all zu hohen Ausfälle haben werden.

More to come.......

09.03.2021: Es hat sich herausgestellt, dass es eine gute Entscheidung war, in die kleine Konstanzer Ach zu gehen. Die Eier haben sich gut entwickelt und der Schlupf ist in beiden Boxen im vollen Gange. Im bewährten  2-Tages-Rhytmus wird nach den Boxen geschaut, abgestorbene Eier und leere Eihüllen entfernt. Hoffen wir dass die Tendenz anhält und wir eine ansehbare Schlupfrate erreichen werden. Nun gilt es durchzuhalten, es stehen schon noch ein paar Wochen aus, bis die Brütlinge in die Schonstrecke des Hauptbaches umgesetzt werden können....

Ausdauer ist gefragt. Immer noch wird im 2-Tages-Rhytmus nach den Brutboxen geschaut. Die Mortalität bei Eiern und bereits geschlüpften Brütlingen geht zurück. Die Einsätze an den Boxen werden kürzer, es gilt nur noch die Boxen zu spülen und die wenigen abgestorbenen Brütlinge zu entfernen. Für die letzte Woche geht es nochmal zurück in den Hauptbach. Der hatte das ganze Frühjahr über konstant 2-3°C weniger Temperatur als der Nebenbach. Die Brütlinge werden nun für das Umsetzen gehärtet.

 

Am 10.04.2020 war es dann so weit. Nach insgesamt 31 Einsätzen an den Brutboxen konnten heute 23.000 Brütlinge in den Bach entlassen werden. Hierzu wurden die Brütlinge mit Kübeln entlang der Schonstrecke an geeigneten Plätzen verteilt. Die Schlupfrate lag mit 77% deutlich über der vom Vorjahr. Mag man den Statistiken Glauben schenken, schaffen es davon 1-3% bis ins Erwachsenenstadium und können dann selbst für Nachkommen sorgen. Das wären 450 Elterntiere, im Bach geschlüpft und herangewachsen, das wäre genial.